Torture Museum


Gerade zu Halloween macht ein Besuch in einem Foltermuseum Sinn. Zwar ist das Torture Museum in Prag ganzjährig von 10 bis 22 Uhr geöffnet, doch zu Halloween hat man das richtige Gespür um die Exponate noch besser verstehen zu können.

Das Pragues Torture Museum befindet sich am östlichen Ende der Karlsbrücke. Schon allein das alte Gemäuer vermittelt ein echtes Halloween-Feeling, Auch wenn darunter eine Passage mit Wechselstuben und Souvenirshops an die Gegenwart erinnert. 140 Tschechische Kronen sind ein gut investiertes Eintrittsgeld, um die Halloween-Zeit zu verschönern.

Das Foltermuseum ist leicht mit der Tram der Linien 17 und 18 zu erreichen. Es liegt in der Nähe der Stationen Karlovy Lázne und Staromestská. Ein schöner Spaziergang über die Karlsbrücke stimmt auf den Besuch des Torture Museums ein, welches auf 3 Stockwerken Exponate und Kupferstiche rund um die Foltermethoden vergangener Jahrhunderte zeigt.

Hier sieht man unter anderem einen Inquisitorenstuhl, die berühmte eiserne Jungfrau, eine Streckbank, Räder, Leitern, Schlaginstrumente wie die 9-schwänzige Katze, Schandmasken in Form von Schweinsgesichtern oder Drachen, Keuschheitsgürtel, Pfähle und Pranger, den "Hexenbock" und die "Schandflöte", die heute so manchen Schlagersternchen auch noch verliehen werden könnte. Kurz um alles was gruselig genug war, um als Folterinstrument zu dienen, ist im Torture Museum in Prag vertreten. Greuel zum Anfassen sozusagen, die genau in die Halloween-Zeit passt.

Auch das Ambiente, in dem die Exponate ausgestellt sind, ist einfach Halloween mäßig. Dicke rote Vorhänge halten das Tageslicht fern, so dass die Räume in ein gruseliges Schummerlicht gehüllt sind. Die Enge unterstreicht das Horrorszenario optimal und so können Besucher sich sehr gut vorstellen, wie sich die Sünder in der Vergangenheit gefühlt haben müssen.

Für Leute, die einen Hang zum Makabren haben oder sich einfach einmal über die Thematik informieren möchten, zeigt sich das Torture Museum in Prag als echt unterhaltsam. Wenn man erfährt wofür und wie manche Exponate genutzt wurden, so stellt man schnell fest, dass man doch lieber im Heute lebt und glücklicherweise nicht unter der Hexenverfolgung gelitten hat. Da genügt es vollkommen, an Halloween eine solche zu spielen, ohne die perverse Kreativität der Hexenjäger am eigenen Leib spüren zu müssen.


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